Definition

Ein Balkonkraftwerk (Steckersolargerät) ist eine Mini-Photovoltaikanlage mit ein bis zwei Modulen und maximal 800 Watt Einspeiseleistung, die direkt in eine Steckdose eingesteckt wird. Es senkt die Stromrechnung von Mietern und Eigentümern ohne große Installation.

Kurz erklärt

Seit dem Solarpaket I gelten vereinfachte Regeln: 800 Watt Wechselrichterleistung und bis zu 2.000 Watt Modulleistung sind erlaubt, der Anschluss per Schuko-Stecker ist zulässig, und angemeldet wird nur noch im Marktstammdatenregister — die Netzbetreiber-Anmeldung entfällt. Je nach Ausrichtung liefert ein Balkonkraftwerk 500–900 kWh im Jahr; bei üblichen Strompreisen amortisiert es sich oft in 3–5 Jahren. Für Mieter ist es als privilegierte Maßnahme rechtlich gestärkt. Wer ein eigenes Dach hat, fährt mit einer richtigen Anlage allerdings deutlich besser — sie erzeugt das Zehn- bis Zwanzigfache.

Häufige Fragen

Muss ich ein Balkonkraftwerk anmelden?

Nur im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur — die Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt seit dem Solarpaket I. Die Registrierung dauert online wenige Minuten.

Wann lohnt sich stattdessen eine richtige PV-Anlage?

Sobald ein eigenes Dach verfügbar ist. Eine Dachanlage erzeugt das Zehn- bis Zwanzigfache eines Balkonkraftwerks und rechnet sich pro investiertem Euro deutlich besser.

Verwandte Begriffe: Kilowatt-Peak · Marktstammdatenregister · Eigenverbrauch

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