Definition
Bifaziale Solarmodule erzeugen auf beiden Seiten Strom: Die Vorderseite fängt das direkte Sonnenlicht ein, die Rückseite nutzt reflektiertes Licht aus der Umgebung — etwa von hellem Kies, Dachbahnen oder Schnee. Je nach Untergrund und Montage bringt das 5 bis 15 Prozent Mehrertrag.
Kurz erklärt
Der Mehrertrag hängt davon ab, wie viel Licht an die Rückseite kommt: Bei dachparalleler Montage auf dem Ziegeldach praktisch nichts — hier lohnt bifazial kaum. Interessant wird es bei aufgeständerten Anlagen auf hellen Flachdächern, bei Carports, Terrassenüberdachungen und Solarzäunen, wo die Rückseite frei liegt. Da bifaziale Module konstruktionsbedingt als Glas-Glas-Module gefertigt werden, bringen sie deren Langlebigkeit gleich mit — und der Aufpreis gegenüber Standardmodulen ist inzwischen gering. Wichtig fürs Erwartungsmanagement: Die Herstellerangabe „bifazialer Gewinn“ ist ein Bestwert unter Idealbedingungen, nicht der Alltagswert.
Häufige Fragen
Lohnen sich bifaziale Module auf dem Hausdach?
Bei dachparalleler Montage auf dem Schrägdach kaum — dort kommt kein Licht an die Rückseite. Bei Flachdach-Aufständerung, Carport oder Solarzaun bringen sie dagegen spürbaren Mehrertrag.
Wie viel Mehrertrag bringen bifaziale Module?
Realistisch 5–15 % je nach Untergrund und Montagehöhe. Helle, reflektierende Flächen unter der Anlage erhöhen den Gewinn.
Verwandte Begriffe: Solarmodul · Aufständerung · Wirkungsgrad