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Solar-Lexikon

Bivalenzpunkt

Definition

Der Bivalenzpunkt ist die Außentemperatur, unterhalb der eine Wärmepumpe den Wärmebedarf des Hauses nicht mehr allein deckt und ein zweiter Wärmeerzeuger zuschaltet, meist ein elektrischer Heizstab, seltener ein vorhandener Gas- oder Ölkessel.

Kurz erklärt

Wärmepumpen werden bewusst nicht auf den allerkältesten Tag des Jahres ausgelegt. Das würde ein größeres, teureres Gerät bedeuten, das an 350 Tagen im Jahr zu viel Leistung hat und taktet. Stattdessen legt der Planer anhand der Heizlast einen Bivalenzpunkt fest, bei Luft-Wasser-Wärmepumpen typischerweise zwischen −3 und −7 °C. Darunter hilft der Heizstab mit. In Oberfranken liegt die Norm-Außentemperatur für die Auslegung je nach Ort etwa bei −12 bis −16 °C.

Man unterscheidet den monoenergetischen Betrieb (Wärmepumpe plus Heizstab, beides mit Strom) und den bivalenten Betrieb mit einem fossilen Zweitgerät. Richtig geplant übernimmt der Heizstab nur ein bis drei Prozent der Jahres-Heizwärme. Läuft er deutlich öfter, steigt der Stromverbrauch spürbar, wie unser Ratgeber Wärmepumpe Stromverbrauch zeigt.

Häufige Fragen

Welcher Bivalenzpunkt ist sinnvoll?

Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen im Einfamilienhaus meist −3 bis −7 °C. Der genaue Wert ergibt sich aus Heizlast, Geräteleistung und dem Verhältnis von Kosten zu Heizstab-Anteil.

Wie oft läuft der Heizstab unterhalb des Bivalenzpunkts?

Bei richtiger Auslegung nur an wenigen sehr kalten Tagen. Er deckt dann ein bis drei Prozent der jährlichen Heizwärme.

Was bedeutet monoenergetisch?

Wärmepumpe und Zusatzheizung laufen beide mit Strom, meist über einen Heizstab. Ein zweiter Brennstoff wie Gas oder Öl ist nicht nötig.

Verwandte Begriffe: Heizstab · Heizlast · Luft-Wasser-Wärmepumpe · Jahresarbeitszahl · Monoblock- und Split-Wärmepumpe

Matthias Zeiler, Geschäftsführer von M&M Solar Bamberg, im Lager vor Solarmodulen

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Matthias Zeiler, Geschäftsführer M&M Solar Bamberg