Definition
Eigenverbrauch bezeichnet den Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im eigenen Haushalt oder Betrieb verbraucht wird, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom für rund 30 bis 40 Cent — eingespeister Strom bringt dagegen nur etwa 7,78 Cent Einspeisevergütung (Stand Februar 2026, Anlagen bis 10 kWp). Ein hoher Eigenverbrauch ist deshalb der wichtigste Hebel für die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage.
Kurz erklärt
Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote eines Einfamilienhauses typischerweise bei 25–35 Prozent: Die Anlage produziert mittags am meisten, während niemand zu Hause ist. Mit einem passend dimensionierten Stromspeicher steigt die Quote auf 60–80 Prozent. Nicht verwechseln: Die Eigenverbrauchsquote sagt, wie viel des erzeugten Stroms Sie selbst nutzen — der Autarkiegrad, wie viel Ihres Verbrauchs die Anlage deckt. Neben dem Speicher erhöhen auch eine Wallbox (E-Auto tagsüber laden), eine Wärmepumpe und zeitgesteuerte Haushaltsgeräte den Eigenverbrauch spürbar.
Häufige Fragen
Was ist eine gute Eigenverbrauchsquote?
Ohne Speicher sind 25–35 % typisch, mit Speicher 60–80 %. Höhere Werte erreichen Haushalte, die zusätzlich Wallbox oder Wärmepumpe mit Solarstrom versorgen.
Was bringt mir eine Kilowattstunde Eigenverbrauch in Euro?
Sie sparen den Strompreis Ihres Versorgers, also rund 30–40 Cent — statt nur 7,78 Cent Einspeisevergütung zu erhalten. Die Differenz ist Ihr Gewinn pro selbst genutzter Kilowattstunde.
Verwandte Begriffe: Einspeisevergütung · Stromspeicher