Definition
Ein Heizstab ist ein elektrisches Heizelement im Warmwasser- oder Pufferspeicher, das überschüssigen Solarstrom direkt in Wärme umwandelt (Power-to-Heat). Statt für 7,78 Cent einzuspeisen, erwärmt der Überschuss das Brauchwasser — eine der günstigsten Möglichkeiten, den Eigenverbrauch zu erhöhen.
Kurz erklärt
Die Effizienz-Einordnung ist wichtig: Ein Heizstab macht aus 1 kWh Strom genau 1 kWh Wärme — eine Wärmepumpe holt aus derselben Kilowattstunde das Drei- bis Vierfache. In der Prioritätenfolge des Energiemanagements kommt der Heizstab deshalb zuletzt: erst Haushalt, dann Speicher und Wallbox, dann der Heizstab als Resteverwertung für Überschüsse, die sonst für wenig Geld ins Netz gingen. Dafür ist er konkurrenzlos günstig: Stufenlos regelbare PV-Heizstäbe kosten wenige hundert Euro plus Einbau. Besonders sinnvoll im Sommerhalbjahr, wenn er die Warmwasserbereitung fast komplett übernimmt — der Heizkessel bleibt dann monatelang aus.
Häufige Fragen
Ist ein Heizstab nicht ineffizient?
Verglichen mit einer Wärmepumpe ja (1:1 statt 1:3–4). Als Verwertung für Überschuss, der sonst für 7,78 Cent eingespeist würde, rechnet er sich trotzdem — vor allem wegen des geringen Anschaffungspreises.
Was kostet ein PV-Heizstab?
Stufenlos regelbare Geräte kosten wenige hundert Euro plus Einbau in den vorhandenen Speicher. Voraussetzung ist ein freier Muffenanschluss am Warmwasser- oder Pufferspeicher.
Verwandte Begriffe: Wärmepumpe mit Photovoltaik · Eigenverbrauch · Stromspeicher