Definition
Der MPP-Tracker ist eine Funktion im Wechselrichter, die laufend den „Maximum Power Point“ sucht — den Arbeitspunkt, an dem die angeschlossenen Solarmodule bei der aktuellen Sonneneinstrahlung und Temperatur die maximale Leistung liefern. Ohne diese ständige Nachregelung würde die Anlage spürbar unter ihren Möglichkeiten arbeiten.
Kurz erklärt
Entscheidend für die Anlagenplanung ist die Anzahl der Tracker: Jeder MPP-Tracker regelt einen Modulstrang unabhängig. Dachflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung oder Neigung — klassisch die Ost-West-Anlage — brauchen deshalb je einen eigenen Tracker, sonst bremst die schwächere Fläche die stärkere aus. Auch ein teilverschatteter Strang ist beim eigenen Tracker besser aufgehoben. Moderne Wechselrichter fürs Einfamilienhaus bringen standardmäßig zwei bis drei MPP-Tracker mit — bei komplexen Dächern mit mehreren Teilflächen gehört die Tracker-Zuordnung in die Planung.
Häufige Fragen
Wie viele MPP-Tracker brauche ich?
Pro unterschiedlich ausgerichteter oder unterschiedlich verschatteter Dachfläche einen. Für ein normales Ost-West-Dach reichen die zwei Tracker eines Standard-Wechselrichters.
Was passiert, wenn unterschiedliche Flächen am selben Tracker hängen?
Der Tracker findet nur einen Kompromiss-Arbeitspunkt — die stärkere Fläche wird ausgebremst und Ertrag verschenkt. Deshalb gehören ungleiche Flächen auf getrennte Tracker.
Verwandte Begriffe: Wechselrichter · Ost-West-Anlage · Verschattung