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Solar-Lexikon

Negative Strompreise

Definition

Negative Strompreise entstehen an der Strombörse, wenn mehr Strom erzeugt wird, als gerade verbraucht werden kann, typischerweise an sonnigen, windigen Wochenenden um die Mittagszeit. Erzeuger zahlen dann dafür, dass ihr Strom abgenommen wird. 2025 gab es nach Auswertung des Direktvermarkters LUOX Energy 567 solcher Stunden in Deutschland.

Kurz erklärt

Für Photovoltaik-Betreiber sind negative Preise seit dem Solarspitzengesetz spürbar: Neue Anlagen bekommen in diesen Viertelstunden keine Einspeisevergütung und in der Direktvermarktung keine Marktprämie. Ungesteuertes Einspeisen bringt dann nichts. Ein Direktvermarkter regelt die Anlage in solchen Phasen ab oder lädt den Speicher.

Die Kehrseite ist eine Chance: Wer einen dynamischen Stromtarif hat, bezieht in diesen Stunden Strom fast umsonst und lädt Speicher, E-Auto oder Wärmepumpe. Warum das mit einem Speicher besonders gut funktioniert, erklärt unser Ratgeber Dynamischer Stromtarif mit Stromspeicher.

Häufige Fragen

Wie oft gibt es negative Strompreise?

2025 waren es rund 567 Stunden, deutlich mehr als in den Vorjahren. Der Trend steigt mit dem Ausbau der Solarenergie.

Muss ich bei negativen Preisen Geld zahlen, wenn ich einspeise?

Als Betreiber einer Hausanlage nicht. Sie bekommen für diese Viertelstunden nur keine Vergütung beziehungsweise keine Marktprämie. In der Direktvermarktung regelt der Dienstleister die Anlage ab.

Verwandte Begriffe: Solarspitzengesetz · Marktprämie · Direktvermarktung · Dynamischer Stromtarif · Stromspeicher

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