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Solar-Lexikon

Pufferspeicher

Definition

Ein Pufferspeicher ist ein gedämmter Wassertank zwischen Wärmepumpe und Heizkreis. Er speichert Heizwärme zwischen, damit die Wärmepumpe in längeren, effizienten Läufen arbeiten kann statt ständig zu takten — und er überbrückt Sperrzeiten des Netzbetreibers.

Kurz erklärt

Wärmepumpen mögen keine kurzen Laufzeiten: Jeder Start kostet Effizienz und Lebensdauer des Verdichters. Der Puffer entkoppelt die Erzeugung vom Verbrauch. Mit Photovoltaik bekommt er eine zweite Aufgabe: Er ist der günstigste Energiespeicher im Haus. Eine Kilowattstunde Wärme im Wasser kostet einen Bruchteil einer Kilowattstunde im Batteriespeicher. Die Steuerung lädt den Puffer mittags mit Solarstrom auf 50 oder 55 °C und zieht die Wärme abends heraus — genau das, was ein intelligentes Energiemanagementsystem automatisch macht. Als Größenordnung gelten 20 bis 30 Liter je Kilowatt Heizleistung für den Normalbetrieb; wer Solarstrom gezielt in Wärme verschieben will, plant größer. Getrennt davon steht meist ein eigener Warmwasserspeicher.

  • Reihenpuffer: klein, im Rücklauf, sichert Mindestlaufzeiten und Abtauung — Standard bei Fußbodenheizung
  • Trennpuffer: größer, trennt Erzeuger- und Heizkreis hydraulisch — bei mehreren Heizkreisen oder Solarstrom-Verschiebung
  • Kombispeicher: Heizwasser und Warmwasser in einem Tank — spart Platz, kostet etwas Effizienz

Häufige Fragen

Braucht jede Wärmepumpe einen Pufferspeicher?

Nicht zwingend. Bei Fußbodenheizung mit großem Wasservolumen und ohne Sperrzeiten geht es oft ohne oder mit kleinem Reihenpuffer. Hersteller schreiben häufig ein Mindestvolumen für die Abtauung vor. Bei Heizkörpern, mehreren Heizkreisen oder PV-Optimierung ist der Puffer sinnvoll.

Wie groß sollte der Pufferspeicher sein?

Als Richtwert 20 bis 30 Liter pro Kilowatt Heizleistung, bei einer 10-kW-Wärmepumpe also 200 bis 300 Liter. Wer Solarstrom in Wärme verschieben will, wählt 500 Liter und mehr — der Fachbetrieb rechnet das über Heizlast und Sperrzeiten aus.

Ist ein Pufferspeicher besser als ein Batteriespeicher?

Er ersetzt ihn nicht, ergänzt ihn aber günstig: Wärme lässt sich für einen Bruchteil der Kosten pro Kilowattstunde speichern, kann aber nur als Wärme genutzt werden. Die Batterie versorgt Haushalt, E-Auto und Wärmepumpe mit Strom. Zusammen holen beide das Maximum aus der PV-Anlage.

Ausführlich: Wärmepumpe mit Photovoltaik in Bamberg · Ratgeber Wärmepumpe mit Photovoltaik

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