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Solar-Lexikon

Spezifischer Ertrag (kWh/kWp)

Definition

Der spezifische Ertrag beschreibt, wie viele Kilowattstunden eine Photovoltaikanlage pro installiertem Kilowatt-Peak und Jahr liefert. Er macht Anlagen unterschiedlicher Größe und Standorte vergleichbar. In der Region Bamberg und Oberfranken sind 950 bis 1.050 kWh/kWp realistisch.

Kurz erklärt

Der Wert hängt von vier Faktoren ab: Sonneneinstrahlung am Standort, Dachausrichtung, Neigung und Verschattung. Ein unverschattetes Süddach mit 30 Grad Neigung erreicht in Franken das obere Ende der Spanne, eine Ost-West-Anlage etwa 80 bis 90 Prozent davon. Zum Einordnen: Süddeutschland am Alpenrand kommt auf 1.100 kWh/kWp und mehr, Norddeutschland auf 850 bis 950. Vorsicht bei Angeboten, die mit Bestwerten rechnen — eine seriöse Auslegung nutzt regionale Werte, sonst stimmt später die ganze Wirtschaftlichkeitsrechnung nicht.

Häufige Fragen

Wie viel kWh liefert 1 kWp in Franken?

Rund 950 bis 1.050 Kilowattstunden pro Jahr, abhängig von Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Eine 10-kWp-Anlage kommt damit auf etwa 9.500 bis 10.500 kWh jährlich.

Warum ist der spezifische Ertrag wichtig?

Er ist die Grundlage jeder Wirtschaftlichkeitsrechnung. Wird zu optimistisch gerechnet, fallen Amortisationszeit und Rendite im Angebot besser aus, als sie in der Realität sind.

Ausführlich im Ratgeber: Lohnt sich Photovoltaik 2026? Die ehrliche Rechnung

Verwandte Begriffe: Kilowatt-Peak · Verschattung · Stromgestehungskosten

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Matthias Zeiler, Geschäftsführer M&M Solar Bamberg