Definition
Eine Stromcloud ist ein Abo-Modell von Energieversorgern: Überschüssiger Solarstrom wird virtuell „eingelagert“ und kann später — etwa im Winter — wieder „abgerufen“ werden. Physisch wird der Strom dabei ganz normal eingespeist und später aus dem Netz bezogen; die Cloud ist eine Abrechnungskonstruktion, kein Speicher.
Kurz erklärt
Klingt verlockend, hält der Nachrechnung aber selten stand: Die monatliche Grundgebühr frisst den Vorteil gegenüber der Kombination aus Einspeisevergütung und normalem Stromtarif häufig auf. Dazu kommen Vertragsbindungen und Klauseln im Kleingedruckten — etwa, dass die Einspeisevergütung an den Anbieter abgetreten wird. Auch Verbraucherzentralen bewerten Cloud-Angebote überwiegend kritisch. Wer Unabhängigkeit will, ist mit einem physischen Stromspeicher meist besser bedient; wer Restkosten drücken will, mit einem günstigen oder dynamischen Tarif. Vor Abschluss immer beide Varianten durchrechnen.
Häufige Fragen
Ist eine Stromcloud ein echter Speicher?
Nein. Ihr Strom wird normal ins Netz eingespeist; die „Cloud“ ist eine tarifliche Verrechnung. Im Winter erhalten Sie normalen Netzstrom — nur abgerechnet über Ihr Cloud-Guthaben.
Lohnt sich eine Stromcloud?
Meist nicht: Die monatlichen Grundgebühren übersteigen häufig den Vorteil gegenüber Einspeisevergütung plus normalem Stromtarif. Vor Abschluss beide Varianten konkret durchrechnen.
Verwandte Begriffe: Einspeisevergütung · Stromspeicher