Definition

Ein Stromspeicher (Batteriespeicher) speichert den Solarstrom, den eine Photovoltaikanlage tagsüber im Überschuss produziert, und stellt ihn abends und nachts zur Verfügung. Moderne Heimspeicher arbeiten mit Lithium-Batterietechnik und erhöhen den Eigenverbrauch eines Einfamilienhauses von typischerweise 25–35 Prozent auf 60–80 Prozent. Damit sinkt der teure Netzstrombezug deutlich.

Kurz erklärt

Der Speicher löst das Grundproblem jeder PV-Anlage: Mittags entsteht der meiste Strom, abends wird er gebraucht. Ohne Speicher geht der Überschuss für aktuell 7,78 Cent pro kWh ins Netz (Einspeisevergütung) — abends kommt Netzstrom für 30–40 Cent zurück. Faustregel zur Dimensionierung: 1 bis 1,5 kWh Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch, bei einem typischen Haushalt mit 4.000–5.000 kWh also 5–8 kWh. Moderne Lithium-Speicher halten 15–20 Jahre bzw. 6.000–10.000 Ladezyklen; die meisten Hersteller geben 10 Jahre Garantie. Wie für die PV-Anlage gilt beim Kauf der Nullsteuersatz (0 % Mehrwertsteuer, private Anlagen bis 30 kWp). Eine Nachrüstung ist bei praktisch jeder bestehenden Anlage möglich.

Häufige Fragen

Wie groß sollte mein Stromspeicher sein?

Faustregel: 1 bis 1,5 kWh Kapazität pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Ein Haushalt mit 4.500 kWh Verbrauch liegt meist bei 5–8 kWh. Wallbox oder Wärmepumpe erhöhen den Bedarf.

Funktioniert der Speicher auch bei Stromausfall?

Nur mit Notstrom- oder Ersatzstromfunktion — das beherrschen viele, aber nicht alle Systeme. Wer diese Absicherung möchte, sollte sie bei der Planung gezielt mitbestellen.

Verwandte Begriffe: Eigenverbrauch · Einspeisevergütung

Fragen zu Photovoltaik, Speicher oder Wallbox?

Wir beraten Sie ehrlich und unverbindlich — Ihr Fachbetrieb für Photovoltaik in Bamberg und Umgebung.