Definition
Verschattung bezeichnet alles, was Sonnenlicht von den Solarmodulen fernhält — Bäume, Nachbargebäude, Gauben, Schornsteine oder Antennen. Schon Teilverschattung einzelner Module kann den Ertrag eines ganzen Modulstrangs überproportional senken und gehört deshalb in jede seriöse Anlagenplanung.
Kurz erklärt
Der Grund für die überproportionale Wirkung: In einem Strang sind Module in Reihe geschaltet — das schwächste Glied bremst alle. Dagegen gibt es bewährte Mittel: Bypass-Dioden in den Modulen, Leistungsoptimierer pro Modul, Mikro-Wechselrichter oder schlicht eine kluge Modulbelegung, die verschattete Bereiche meidet oder in eigene Stränge legt. Wichtig ist die ehrliche Analyse vorab: Eine Verschattungssimulation zeigt, wie Bäume und Gebäude über Tages- und Jahresverlauf wirken — im Winter steht die Sonne deutlich tiefer als im Sommer. Verschattung ist fast nie ein K.-o.-Kriterium, aber immer ein Planungsthema.
Häufige Fragen
Lohnt sich PV trotz Verschattung?
Meist ja. Mit Leistungsoptimierern, Mikrowechselrichtern und kluger Modulbelegung lässt sich der Verlust stark begrenzen — entscheidend ist eine ehrliche Verschattungsanalyse vor der Planung.
Was sind Leistungsoptimierer?
Kleine Elektronik pro Modul, die dafür sorgt, dass ein verschattetes Modul nicht den ganzen Strang ausbremst. Sinnvoll bei punktueller Verschattung, z. B. durch Schornstein oder Gaube.
Verwandte Begriffe: Solarmodul · Wechselrichter