Definition
Bei der Volleinspeisung wird der gesamte erzeugte Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist statt selbst verbraucht. Dafür zahlt das EEG einen höheren Vergütungssatz: aktuell 12,35 Cent pro kWh für Anlagen bis 10 kWp (Inbetriebnahme Februar bis Juli 2026) gegenüber 7,78 Cent bei Überschusseinspeisung.
Kurz erklärt
Klingt nach mehr Geld, rechnet sich im bewohnten Haus aber fast nie: Selbst verbrauchter Strom spart 30–40 Cent pro kWh — mehr als das Doppelte der Volleinspeise-Vergütung. Sinnvoll ist die Volleinspeisung vor allem für Dächer ohne nennenswerten Verbrauch dahinter: Scheunen, Nebengebäude, unbewohnte Objekte. Praktisch: Der Wechsel zwischen Voll- und Überschusseinspeisung ist jährlich möglich (Meldung an den Netzbetreiber vor dem 1. Dezember fürs Folgejahr), und auf einem Grundstück können auch zwei getrennte Anlagen in beiden Betriebsarten laufen.
Häufige Fragen
Für wen lohnt sich Volleinspeisung?
Vor allem für Dächer ohne nennenswerten Stromverbrauch dahinter — etwa Scheunen oder Nebengebäude. Im bewohnten Einfamilienhaus schlägt der Eigenverbrauch die höhere Vergütung fast immer.
Kann ich zwischen Voll- und Überschusseinspeisung wechseln?
Ja, jährlich. Der Wechsel muss dem Netzbetreiber vor dem 1. Dezember für das Folgejahr gemeldet werden.
Verwandte Begriffe: Einspeisevergütung · Eigenverbrauch