Wärmepumpe mit Photovoltaik

Definition

Wärmepumpe mit Photovoltaik bezeichnet die Kombination beider Systeme: Die Wärmepumpe heizt mit Strom — und je mehr davon vom eigenen Dach kommt, desto günstiger wird jede Kilowattstunde Wärme. Die Kombination erhöht den Eigenverbrauch der PV-Anlage deutlich und senkt die Heizkosten gegenüber reinem Netzstrombetrieb spürbar.

Kurz erklärt

Eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus verbraucht typischerweise 3.000–5.000 kWh Strom pro Jahr — die PV-Anlage sollte dafür um etwa 2–4 kWp größer geplant werden. Übers Jahr kann die Anlage je nach Dimensionierung und Speicher rund 30–50 Prozent des Wärmepumpenstroms liefern; die Grenze setzt der Winter, wenn der Wärmebedarf am höchsten und der Solarertrag am niedrigsten ist. Damit beide Systeme zusammenspielen, braucht die Wärmepumpe eine Steuerschnittstelle — Standard ist SG Ready — oder die Einbindung in ein Energiemanagementsystem, das sie bevorzugt bei Sonnenüberschuss laufen lässt (etwa zum Vorheizen des Pufferspeichers am Mittag).

Häufige Fragen

Wie viel Solarstrom kann meine Wärmepumpe nutzen?

Übers Jahr je nach Dimensionierung und Speicher rund 30–50 % ihres Strombedarfs. Im Sommer (Warmwasser) fast alles, im tiefen Winter wenig — die Kombination rechnet sich trotzdem, weil jede Solar-Kilowattstunde den teuren Netzbezug ersetzt.

Wie viel größer sollte die PV-Anlage mit Wärmepumpe sein?

Als Faustregel 2–4 kWp zusätzlich zum normalen Haushaltsbedarf. Wer die Wärmepumpe erst später plant, sollte das Dach trotzdem schon jetzt voll belegen.

Verwandte Begriffe: SG Ready · Eigenverbrauch · Energiemanagementsystem

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